FIT für eHealth

Das Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) hat angekündigt, auf der BIOTECHNICA 2013, die vom 8. bis 10. Oktober 2013 in Hannover stattfinden wird, ein mobiles drahtloses System mit miniaturisierter Sensorik zur Gesundheitsüberwachung älterer Menschen in ihrer Wohnung vorstellen zu wollen.

  • Marianne Heukenkamp
  • geschrieben am: 19.09.2013
  • Autor: M. Heukenkamp
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MAS Demonstrator © Fraunhofer FIT

Smartphone-App leitet die Informationen von drei Sensoren an den Arzt weiter

Das vom Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) entwickelte System integriert drei unterschiedliche Sensoren in eine Plattform. Diese Sensoren, ein Nanopotentiostat, ein Fluoreszenzsensor und ein SpO2 Sensor, werden eingesetzt, um verschiedene Untersuchungen vorzunehmen wie z.B. die Ermittlung des Blutzuckerspegels oder die Sauerstoffsättigung des Blutes. Die gewonnenen Informationen/Daten werden von einer Smartphone-App verarbeitet und über eine Bluetooth-Verbindung an einen Server weitergegeben, von wo sie der behandelnde Arzt abrufen und überprüfen kann. Professor Harald Mathis, Leiter der Abteilung Biomolekulare Optische Systeme des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT: „Unser Ziel war die Integration verschiedener miniaturisierter Sensoren zur Messung relevanter diagnostischer Parameter in einem mobilen Gerät. Dabei kommunizieren die Sensoren drahtlos.

Zu Hause überwachen

Ärzte, so das Anliegen der FIT-Forscher, können so „die Gesundheit von Patienten vor Ort kontinuierlich überwachen und lästige Arztbesuche auf ein Minimum reduzieren. Durch die Integration miniaturisierter Sensoren in mobile Geräte, die mit Medizinzentren vernetzt sind, können Patienten zu Hause beobachtet und diagnostiziert werden, ohne in ihrer Lebensqualität eingeschränkt zu sein.“ In diesem Zusammenhang gewinnen so genannte Ambient Assisted Living (AAL) Assistenzsysteme immer mehr an Bedeutung.

Das System wurde von Fraunhofer FIT zusammen mit der Charité und T-Systems Deutschland im von der EU und dem BMBF geförderten Projekt MAS (Nanoelectronics for Mobile AAL Systems) entwickelt.

Die BIOTECHNICA 2013, eine Messe, die sich als Europas Branchentreff Nr. 1 für Biotechnologie, Life Sciences und Labortechnik versteht, tritt dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Bioökonomie an.